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neue musik in nö Presseinformationen
musik aktuell 2010 editorials
Geschätztes Publikum,
Die zeitgenössische Kunst hat in Niederösterreich einen festen Platz. Das beweisen nach außen hin alleine schon die neu geschaffenen Museumsbauten für die bildende Kunst. Auch die Musik unserer Zeit ist der Kulturpolitik in Niederösterreich ein Anliegen. Besonders wichtig erscheint mir dabei, nicht nur in den Ballungsräumen Möglichkeiten zu schaffen, wo Gegenwärtiges erklingen kann, sondern den Musikerinnen auch in den Regionen Möglichkeiten einzuräumen, ihre aktuellen Projekte zu präsentieren. In größeren Dimensionen zu denken, seine Fähigkeiten auszuweiten, die eigene Leistungsfähigkeit auch auszuschöpfen – diese Programmatik als Motto für die kommende Saison von musik aktuell zu formulieren, ist gerade in diesen Zeiten richtig und wichtig. Die Musikfabrik NÖ hat die Aufgabe übernommen, auf dieser regionalen Ebene ausübende KünstlerInnen, Veranstalter und Publikum zu vernetzen – ein Projekt, das nun schon seit vielen Jahren erfolgreich läuft. Es ist mir ein persönliches Anliegen, den Verantwortlichen von musik aktuell – neue musik in nö für ihre Arbeit zu danken.
Dr. Erwin Pröll – Landeshauptmann von NÖ
Ist es falsche Bescheidenheit der Künstler, ist es zu viel Ehrfurcht vor den Größen der Musikgeschichte, ist es der möglicherweise „übergewichtige“ Ruf Österreichs als „Musikland“? Jedenfalls hat man als Beobachter der hiesigen Musikszene manchmal das Gefühl, jene Künstler, die sich mit neuer Musik befassen, stellen sich etwas ins Abseits. Und deshalb kommt das Thema von Christoph Cech genau richtig: „think bigger“ hat über 100 KünstlerInnen motiviert, für das Jahr 2010 Projekte einzureichen – 38 Veranstalter aus Niederösterreich haben sich verführen lassen, diese umzusetzen. Dabei wird aber nicht einem Größenwahn gefrönt – „bigger“ kann oft auch im übertragenen Sinn verstanden werden: so haben bei musik aktuell 2010 auch Workshops, Seminare, Wettbewerbe einen wichtigen Platz – es geht nicht ums Klotzen, es geht ums Wachsen. Nützen Sie das Angebot musik aktuell 2010, nehmen Sie die Einladungen zu spannenden Projekten an!
MMag. Gottfried Zawichowski – Musikfabrik NÖ, Geschäftsführer
das thema 2010: „THINK BIGGER“
Die Musik befindet sich heute nicht in einem Stadium der Innovation. Die großen Erneuerungen des vergangenen Jahrhunderts wollen verdaut, reflektiert, in einen historischen Kontext gebracht werden. Die Musikschaffenden sind aufgefordert, aus der verwirrenden Fülle der Möglichkeiten einen Personalstil zu entwickeln um bemerkt zu werden. Die Zeiten eines „Mainstreams“ sind nicht nur was künstlerische Orientierung, sondern auch zunehmend was die Verbreitung der Musik anbelangt, vorbei: Wir haben davon gehört: rasante Talfahrt der Tonträgerindustrie, Existenzgefährdung traditions-reicher Orchester, Schließung bedeutender Auftrittsorte u.s.w. Dem ohnehin zaghaft fließenden Entwicklungsstrom der Musik stellen sich Hindernisse in den Weg - einem gewaltigen Sumpf vergleichbar, in dem der kreative Impetus versinkt.
Mut zu machen, das künstlerische Geschick vermehrt auch auf die Verbreitung des eigenen Schaffens zu lenken und somit bei denen zu sein, die „schnelle Wege durch den Sumpf finden“, ist meine Intention, bedeutet „Think Bigger“. Das bedingt, dass sich „Think Bigger“ in weiterer Folge auch als Fiktion einer intensiveren Partnerschaft zwischen Kunst und Management versteht.
Einige Beispiele, wie ich mir „Think Bigger“ vorstelle:
# Vernetzung unter gemeinsamem Motto
# integrativ künstlerisch-didaktisch:
# integrativ künstlerisch:
# ungewöhnliche Orte:
# ungewöhnliche Zeiten:
# Vertauschung Form – Inhalt: .Meine Aufforderung richtet sich an Künstler und Musikvermittler, hier weiterzudenken und dabei auf gute Art und Weise „unrealistisch“ zu sein, eben „Think Bigger“.
Christoph Cech im Februar 2009
musik aktuell 2010 artist in residence 2010: christoph cech
Biografie: In seinen Jazzprojekten nimmt die kompositorische Komponente einen hohen Stellenwert ein; die improvisatorischen Teile sind eingebettet in eine komponierte Struktur. Diese stellt den Solisten vor die interessante Aufgabe, sich darüber zu erheben, ohne dabei die Komposition aus den Augen zu verlieren. Das Resultat: Musik, die durch ihre Geschlossenheit besticht.
Tätigkeiten: * seit 1977 Mitbegründer, Pianist und Komponist zahlreicher Ensembles
aus dem Bereich des experimentellen Jazz: Nouvelle Cuisine Bigband, Jubilo
Elf, Striped Roses, Trio Mondautos, Duo Mütter/Cech, Camerata Obscura
zahlreiche Tourneen mit seinen Ensembles, Gastspiele bei vielen Festivals
musik aktuell 2010 allgemeines in kurzform Die Musikfabrik NÖ ist mit musik aktuell - neue musik in nö angetreten, eine breitere Basis für heutige Musik in Niederösterreich zu schaffen. „Besser vermitteln, um die Akzeptanz zu erhöhen“ - so lautet die Formel von musik aktuell - neue musik in nö.
musik aktuell 2010 - das heißt: - Konzerte, Workshops, Seminare, Schulprojekte im ganzen Land Niederösterreich - insgesamt 60 Projekte an 28 Orten - 10 Seminare und Schulprojekte
musik aktuell spannt einen weiten Bogen: - vom Programm der „klassischen Moderne“ bis zum experimentellen Jazz - von Amateuren bis zu professionellen Künstlern
musik aktuell - möchte vermitteln, interessieren, neugierig machen - stellt Verbindungen her: zwischen schaffenden und reproduzierenden Künstlern zwischen Veranstaltern und Musikern zwischen Publikum und zeitgenössischer Musik
musik aktuell - hat im Jahr 2010 das Jahresthema think bigger - Der international anerkannte Komponist und Leiter der Jazzabteilung der Bruckneruni Linz Christoph Cech steht in dieser Saison als „artist in residence“ zur Verfügung und hat die Auswahl der Programme und Projekte vorgenommen. musik aktuell 2011 ausschreibung 2011 Das von der Musikvermittlerin und Flötistin Cordula Bösze formulierte Thema für 2011 lautet
Weiter unten finden Sie dazu einen ausführlichen Text.
Sie sind herzlich eingeladen, zu diesem Thema Projekte einzureichen.
Die Einreichung senden Sie bitte bis spätestens 1. Juli 2010 an die Musikfabrik NÖ Wilhelmstraße 29 3430 Tulln
Wir bitten Sie, für Ihre Einreichung das im Anhang befindliche Formblatt zu verwenden und die dort erbetenen Unterlagen mitzusenden.
Bitte senden Sie uns keine Werklisten, Pressemappen oder Ähnliches, die mit Ihrem Projekt direkt nichts zu tun haben. Wir bitten unbedingt um Einreichungen auf dem Postweg! Wir bitten auch um ein aussagekräftiges Foto, das entweder die Mitwirkenden zeigt oder sonst einen direkten Bezug zu Ihrer Einreichung hat.
Cordula Bösze wird aus den Einreichungen eine Auswahl treffen. Diese wird dem künstlerischen Beirat von musik aktuell vorgelegt.
Nach Genehmigung durch denselben werden die ausgewählten Projekte Veranstaltern in Niederösterreich angeboten. Diese haben bis Ende Oktober Zeit, ihr Interesse zu bekunden. So kann bis zum Jahreswechsel das Programm musik aktuell 2011 fertig sein und etwa im März starten.
Die Musikfabrik unterstützt als Koproduzent Veranstalter aus Mitteln des NÖ Kulturbudgets bei:
- Herstellung und Versand eines Jahresprogrammes - Herstellung von Plakaten und Einladungen - Pressearbeit - Klaviermieten - AKM - Mitfinanzierung der Künstlerhonorare bis maximal 50% (inkl Ust. !)
musik aktuell 2011 artist in residence 2011: cordula bösze
Cordula Bösze geb. 1964 in Bad Ischl, OÖ
Flötistin, Improvisatorin, Musikvermittlerin
1979 - 1985 Studium Querflöte/Konzertfach an der Wr. Musikhochschule
1989 – 1995 Kulturspektakel in der Stadtinitiative Wien seit 2004 Dozentin beim JEUNESSE KinderOrchesterCamp 2006 Gründung der Komponierwerkstatt „W.er A.ußer Mozart?“ 1995 – 2001 Musik- und Schulprojekt “Klangnetze” 1995 Gründung des “böszen salonorchesters” 2004 Butch Morris Ensemble »Conduction 140« (Konfrontationen,
Nickelsdorf) Gründungsmitglied des Vereins IMA Institut für Medienarchäologie
Zusammenarbeit u. a. mit Werner Raditschnig, Katharina Klement, Elisabeth Schimana, Josef Novotny, Manon-Liu Winter, Klaus Hollinetz, Karlheinz Essl, Klaus Filip, Franz Hautzinger, Wolfgang Fuchs, Annette Giesriegl...
Volto espressivo !
Strom in der Musik soll bei musik aktuell 2011 fließen: sowohl in Form von Energie, die sich von den Ausführenden auf die Zuhörenden überträgt, als auch ganz wörtlich genommen: als Elektrizität. Seit der Strom vor gut 100 Jahren in die Musik gekommen ist, hat sich die musikalische Welt radikal gewandelt. Neue Instrumente wie Theremin, Trautonium, Hammond-Orgel etc… wurden erfunden, die Schallspeicherung konnte erweitert werden und die Möglichkeit, Musik zu verstärken oder sogar zu übertragen, veränderte Hörgewohnheiten und Aufführungssituationen. Bahnbrechend in der Mitte des 20. Jahrhunderts war die Erfindung des Synthesizers, die letzten Jahrzehnte wurden geprägt von der Entwicklung des Computers und seiner musikalischen Nutzung.
Im aktuellen Musikschaffen kommen oft auch elektrische oder elektronische Geräte gemeinsam mit „herkömmlichen“ Musikinstrumenten vor. Moderne Spieltechniken lassen auch vertraute Musikinstrumente „elektrisch“ klingen und der Strom kann dazu beitragen, die Ausdrucksmöglichkeiten eines Instrumentes zu erweitern.
Beim Hören von lebendig dargebrachter Musik wird aufmerksame Spannung im Publikum fühlbar – wer hat das nicht schon selbst erlebt, nach einem gelungenen Konzert buchstäblich positiv aufgeladen zu sein? Egal ob mit oder ohne Strom, ob Sie sich mit historischen oder aktuellen Klangerzeugern, mit traditionellen oder vielleicht von Ihnen erfundenen Instrumenten befassen: bringen Sie die Luft zum Schwingen, elektrisieren Sie Ihr Publikum, von fortissimo bis zu pianissimo, übertragen Sie die Spannung, Hauptsache Volto espressivo!
Cordula Bösze artist in residence 2011
musik aktuell 2011 so können projekte eingereicht werden
unter www.musikfabrik.at finden sie bei menüpunkt „musik aktuell - ausschreibung“ alle details
musik aktuell – neue musik in nö Idee und Durchführung
In Zusammenarbeit mit der Kulturabteilung des Landes NÖ hat MMag. Gottfried Zawichowski 1996 ein Konzept für eine landesweite Initiative entwickelt, das die Gesetze des Marktes ebenso berücksichtigt wie die gezielte Förderung von Künstlern und Kunstrichtungen.
„Fortschritt aus Tradition“ – so lautet ein Leitspruch, den sich die Kulturpolitik des Landes Niederösterreich selbst gegeben hat. Dieser Satz charakterisiert treffend die Grundidee, die hinter musik aktuell steckt: keine verschämte Verpackung von neuer Musik zwischen den klassischen Highlights! Die neue Musik ist heute selbstbewusst genug, sich nicht von historischen Vorbildern erdrücken zu lassen, sondern sich zu emanzipieren.
Objektiv sinnlose und falsche, ja mittlerweile überkommene Kategorisierungen
in U-Musik und E-Musik, „klassische Moderne“ oder „Avantgarde“
sollen bei musik aktuell kein Thema sein.
Dazu möchte musik aktuell neue Wege gehen: in der Programmierung, in der Organisation, in der Präsentation.
Ziele
· Förderung von neuer Musik auf breiter Basis · Hebung der Akzeptanz neuer Musik bei breiteren Publikumsschichten · Aufbereitung von Inhalten der neuen Musik · Erschließung neuer Präsentationsformen · Förderung von Interpreten, Komponisten und Veranstaltern · Vernetzung von Interessen · Qualitätssteigerung der heimischen Musikszene bezüglich neuer Musik · Kostenminimierung · Verwaltungsminimierung · Nutzung von Synergieeffekten · Entwicklung einer landesweiten Corporate Identity in Sachen neuer Musik · Nutzung bestehender Ressourcen · Erschließung neuer Ressourcen · transparente Vorgangsweise · konzeptionelle Programme · breite Öffentlichkeitsarbeit · Strukturverbesserung
Durchführung
Ein international anerkannter Künstler aus dem Bereich Neue Musik mit Affinität zu Niederösterreich wird eingeladen, als „artist in residence“ ein Jahresthema zu entwickeln, das als Leitfaden für eine musik aktuell-Saison einen inhaltlichen Rahmen vorgeben soll. Der „artist in residence“ kann sich auch als Musiker aktiv einbringen und dadurch dem zu erstellenden Programm eine persönliche Prägung verleihen.
Sämtliche Kontaktpersonen aus dem „Musikerpool“ der Musikfabrik NÖ werden unter Vorgabe einer Einsendefrist eingeladen, Projekte zu diesem Jahresthema einzureichen. Der „artist in residence“ wählt eine begrenzte Anzahl von Projekten aus den Einsendungen aus und stimmt diese Entscheidung mit einem künstlerischen Beirat ab.
Die ausdrücklich an neuer Musik interessierten Veranstalter werden eingeladen, eine Auswahl aus diesen Projekten zu realisieren. Melden sie bis zu einem bestimmten Termin ihr Interesse an, so wird ihnen folgende Unterstützung zugesagt:
· Einbindung der Veranstaltung in eine landesweite Werbeschiene · Bereitstellung von Materialien für lokale Werbung · Unterstützende Pressearbeit · Projektberatung · Mitfinanzierung der Künstlerhonorare · Bereitstellung eines Moderators
Die anschließende Abwicklung der Projekte wird auf Wunsch organisatorisch und fachlich mitbetreut. Weiters findet ein finanzielles Controlling statt. Die Veranstalter sind auch zur Berichterstattung und lokaler Pressearbeit aufgefordert.
Zusätzlich wird eine Reihe von begleitenden Maßnahmen gesetzt:
Das Publikum kann nicht nur durch „Frontalpräsentation“ mit zeitgenössischer Musik konfrontiert werden, sondern muss auch durch gezielte Veranstaltungen die Möglichkeit haben, vertiefende Informationen zu erlangen. Daher umfasst musik aktuell nicht nur Konzerte, sondern auch Seminare.
Außerdem werden die meisten Konzerte moderiert und die Programme dem Publikum dadurch leicht verständlich gemacht.
Die Kinder von heute sind die Musikkonsumenten von morgen. musik aktuell umfasst daher auch Schulprojekte.
Um dem eher kleinen Marktsegment „Neue Musik auf CD“ zusätzliche Absatzmöglichkeiten zu erschließen, wurde ein musik aktuell CD-Club ins Leben gerufen. Dabei werden in Form eines Kataloges fertige Produktionen aus dem Bereich „österreichische zeitgenössische Musik“ angeboten, die über Internet zu bestellen sind. musikfabrik nö wo & wer
Vereinsadresse
Musikfabrik NÖ Wilhelmstraße 29 3430 Tulln
Tel.: 02272 / 65051 Fax: 02272 / 65052 Mobil: 0664 110 61 42
Musikfabrik im Internet
Email: musikfabrik.noe@aon.at Homepage: www.musikfabrik.at
Mitarbeiter: MMag. Gottfried Zawichowski: Geschäftsführung Elisabeth Stubenvoll: Kursreferat, CD-Club, Datenbanken Susanne Hiebner: Sekretariat
Artists in residence seit der Gründung von musik aktuell
1997: Christian Muthspiel 1998: HK Gruber 1999: Robert Michael Weiss 2000: Otto M. Zykan 2001: Christian Kolonovits 2002: Elfi Aichinger 2003: Karlheinz Essl 2004: Ernst Kovacic 2005: Ensemble Triology 2006: Renald Deppe 2007: Franz Hautzinger 2008: Hannes Raffaseder 2009: Christof Dienz 2010: Christoph Cech 2011: Cordula Bösze
Künstlerischer Beirat
der künstlerische Beirat von musik aktuell von 2009 bis 2012:
Hannes Raffaseder – Kurator des Klangturmes St. Pölten Manfred Länger – Vorstandsmitglied der Musikfabrik NÖ Richard Graf – Vorstandsmitglied der INÖK Johannes Prinz – Musikuniversität Wien Ursula Strubinsky – Ö1 Musikredaktion Hannes Heher – freischaffender Komponist
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